Aktuell
Donnerstag, 08.10.2026 um 19:30 Uhr
Das politische Programm von BlackRock, Merz & Co.
Der von den USA beherrschte Finanzmarktkapitalismus fördert Sozialabbau, Kriege und autoritäre, politische Herrschaft. Vorreiter dieser Tendenzen ist der weltgrößte Finanzkonzern BlackRock aus den USA, für den Friedrich Merz jahrelang gearbeitet hat.
Die alte Weltordnung zerfällt vor unseren Augen: Die USA und Israel greifen den Iran an. Russland und China verbünden sich und lehnen die globale Vorherrschaft der USA ab. Die NATO-Staaten scheitern mit ihrem Stellvertreterkrieg in der Ukraine gegen Russland. Durch die Unterstützung des Genozids in Gaza verliert der Westen an moralischer Glaubwürdigkeit. US-Präsident Donald Trump verunsichert die Europäer und droht, Grönland zu übernehmen, nachdem er in Venezuela den Präsidenten entführen ließ. Nach einem "Jahrhundert der Erniedrigung" steigt China zu einer neuen Supermacht auf. Der Historiker Daniele Ganser ordnet die chaotisch wirkende Gegenwart und zeigt die spannenden historischen Wurzeln, die uns in den aktuellen Machtkampf der drei Giganten USA, Russland und China geführt haben. Vor uns entwickelt sich eine Auseinandersetzung, die das 21. Jahrhundert prägen wird.
Macht und Gewalt sind Gegensätze
In diesem Essay zeigt sie die Abgrenzungen und Überschneidungen der politischen Schlüsselbegriffe Macht und Gewalt. Sie analysiert die theoretischen Begründungen von Gewalttätigkeit und die gewalttätigen Aktionen in Vietnam, in den Rassenkonflikten der USA und bei den Studentenrevolten in aller Welt. Die alte Theorie von Krieg und Gewalt als Ultima ratio der Macht wurde - wenigstens im zwischenstaatlichen Bereich - durch die Kernwaffen ad absurdum geführt. Hannah Arendt formuliert scharf und provozierend aus unserer Wirklichkeit gewonnene Erkenntnisse über die Funktionen von Macht und Gewalt in der Politik.
Warum ich bleibe, wo man streiten und gemeinsam anpacken muss!
Ein Plädoyer gegen Schwarz-Weiß-Denken und für den Versuch eines Miteinanders, wenn die Gegensätze unüberwindbar scheinen. Keine einfachen Antworten, aber ein offenherziger und selbstkritischer Versuch, herauszufinden, was jetzt noch einen Unterschied machen könnte.
Erdheims Interesse an der gesellschaftlichen Produktion von Unbewußtheit bewog ihn zunächst, Freuds sozialen und kulturellen Standort zu untersuchen. Welche Position muß man einnehmen, um das Unbewußte wissenschaftlich erfassen zu können? Am Beispiel der aztekischen Menschenopfer beschäftigt sich Erdheim dann mit der zerstörerischen Seite zivilisatorischer Prozesse. Anknüpfend an Lévi-Strauss' Unterscheidung zwischen »kalten« und »heißen« Kulturen entwickelt Erdheim eine Theorie der Anachronizität sozialer Strukturen. Im Schlußkapitel befaßt sich Erdheim mit der unbewußten Innenseite der Macht.
Der Pünder-Vermerk und die Finanzierung der NSDAP aus dem Ausland
Das ist der Untertitel dieser neuen Arbeit des Historikers Stefan Scheil. Er geht darin einer Frage nach, die erstaunlicherweise nicht beantwortet ist: Wer finanzierte den enorm aufwendigen Parteiapparat und den teuren Wahlkampf der NSDAP in den Jahren vor der Übernahme der Regierungsgeschäfte Anfang 1933? Weder die Mitgliedsbeiträge noch die Spenden, die innerhalb Deutschlands eingeworben werden konnten, reichten auch nur annähernd hin.
Zerstört KI die Kunst? Macht sie uns alle arbeitslos? Die Vorbehalte gegen KI sind riesig, die Debatte bewegt sich oft nah am Weltuntergang. Die Chancen sind allerdings ebenso riesig, wenn man sie denn vor lauter Angst sehen kann. KI-Erklärer Andreas O. Loff beantwortet alle Fragen, die ihm immer wieder gestellt werden, und zeigt, welche Maßnahmen die Politik jetzt ergreifen muss. Dabei kommen Risiken genauso zur Sprache wie die Möglichkeiten in der Welt von morgen, etwa wie KI-Modelle Menschen helfen, Großartiges zu schaffen, Benachteiligungen abzubauen und sozialen Aufstieg zu ermöglichen.
Die freiheitliche Gesellschaft und ihre Feinde: Wann und warum kommen Demokratien vom Kurs ab?
»People gone mad« - die Leute sind verrückt geworden. Wer hätte das zuletzt nicht schon gedacht? Moshe Zimmermann nimmt nicht den einzelnen Menschen, sondern ganze Gesellschaften, »das Volk«, in den Blick: Wo ist der Kipppunkt, was ist der Auslöser, dass scheinbar gefestigte Demokratien mit einer starken Zivilgesellschaft ins Wanken geraten, gefährliche Populisten die Oberhand gewinnen oder gar ein faschistischer »Führer« die Macht ergreift? Was bringt Menschen dazu, sich von hart erkämpften Grundwerten wie Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität abzuwenden?
Auf welchen geistigen Grundlagen wird die Volksrepublik China zu Beginn des 21. Jahrhunderts in die Zukunft geführt?
Sind dies antike Staatsphilosophien wie Konfuzianismus oder Legismus oder John Deweys "Experimentalismus" oder der "Pragmatismus"? Oder wirkt immer noch der "Maoismus" nach? Diese geistigen Ressourcen werden von Wissenschaftlern der deutschsprachigen Chinaforschung und einem namhaften Journalisten näher beleuchtet. Im Fokus des vorliegenden Bandes steht indes eine im Westen weitgehend übersehene politische Theorie, der "Sinomarxismus".
»Gavdos« ist ein unterhaltsamer, anspielungsreicher Roman über unseren Wunsch nach Unsterblichkeit, der wie im Vorbeigehen große Fragen aufwirft: Wollen wir wirklich ewig leben? Und wenn nicht: Wie lässt sich die Unsterblichkeit überwinden?
Auf der griechischen Insel Gavdos hat sich eine Kommune von russischen Naturwissenschaftlern angesiedelt: die Pythagoräer. Man erzählt sich, sie hätten Tschernobyl überlebt — und seien deshalb von der eigenen Unsterblichkeit überzeugt. Der Journalist Gilad wittert eine gute Geschichte und reist auf die Insel, um mehr über die geheimnisvolle Gruppe zu erfahren.





